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soziales
12Mai

Für Gute Arbeit und Verteilungsgerechtigkeit

Elisabeth Bühler-Kowarsch bei der DGB-Straßenaktion

Quelle: Horst Raupp, DGB Regionssekretär

BEERFELDEN / HÖCHST. Auf sehr positive Resonanz der Bevölkerung stießen die Straßenaktionen des DGB auf dem Brunnenfest in Beerfelden und dem Apfelblütenfest in Höchst. Im Mittelpunkt der Aktionen stand die Forderung „UmFAIRteilen – Reichtum besteuern – mehr Gerechtigkeit schaffen!“. Die Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter verteilten Info-Postkarten und fast 4.000 (Schokoladen-) Goldtaler mit einem „Gruß von Robin-Hood“ an die Passanten. Als echter „Hingucker“ erwies sich einmal mehr die Reichtumsuhr des DGB-Bezirks Hessen-Thüringen, die die massive Schieflage bei der Einkommens- und Vermögensverteilung in Deutschland deutlich sichtbar macht:

„Geld ist genug da, mehr als jemals zuvor – aber die Verteilung stimmt nicht“, betonen DGB-Kreisvorsitzender Harald Staier (Höchst) die Ortsverbandsvorsitzenden Lothar Löll (DGB Oberzent) und Gerhard Jablonski (DGB Unterzent). DGB-Regionssekretär Horst Raupp (Darmstadt) bekräftigt: „Die Kluft zwischen Arm und Reich wächst rasant. In Deutschland gibt es in wenigen Händen riesige Vermögen, die kaum oder gar nicht besteuert werden. Gleichzeitig schrumpft die Mittelschicht, die Armut steigt und dem Staat, insbesondere den Städten, Gemeinden und Landkreisen, fehlt das Geld für dringend notwendige Investitionen. Es ist höchste Zeit für UmFAIRteilung“.

Bei der Straßenaktion in Beerfelden unterstützten die Odenwälder Landtagskandidaten Rüdiger Holschuh (SPD), Elisabeth Bühler-Kowarsch (Grüne) und Lothar Löll (Linke), alle drei aus Beerfelden, sowie SPD-Bundestagskandidat Dr. Jens Zimmermann (Groß-Umstadt) mit ihrer Unterschrift in der ausgelegte Unterschriftenliste die Forderung des DGB: „Ich bin dafür, dass Reichtum angemessen besteuert wird, damit starke Schultern ihren Beitrag für eine gerechte Verteilung leisten. Deshalb unterstütze ich die Forderung nach einer Vermögenssteuer und nach einer angemessenen Erbschaftssteuer“. Auch Vertreter der Kommunalpolitik unterstützen mit ihrer Unterschrift die Forderung des DGB, in Beerfelden Stadtverordnetenvorsteher Hans Jürgen Löw (SPD) und Erster Stadtrat Horst Kowarsch (Grüne), in Höchst Bürgermeister Horst Bitsch (parteilos), Erster Beigeordneter Karl-Heinz Amos (SPD) und der Breuberger Bürgermeister Frank Matiaske (SPD). Insgesamt sammelte der DGB bei beiden Straßenaktionen mehrere hundert Unterschriften.

Bei den Diskussionen am Stand des DGB nahmen neben der Einkommens- und Vermögensverteilung auch die Themen Leiharbeit, die rasante Ausbreitung des Niedrig- und Armutslohnsektors in Deutschland und die Zukunftschancen der jungen Generation breiten Raum ein. Für die gewerkschaftlichen Forderungen nach einem gesetzlichen Mindestlohn und „Gleiche Arbeit – Gleiches Geld“ gab es in den Gesprächen breite Zustimmung. Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften werden die Themen Gute Arbeit und Verteilungsgerechtigkeit bei der anstehenden Bundes- und Landtagswahl am 22. September 2013 zur zentralen Frage machen. Ziel des DGB ist ein echter und grundlegender Politikwechsel im Bund und in Hessen: „Es muss endlich wieder Politik für die breite Mehrheit der Menschen gemacht werden statt Politik für Reiche und Superreiche“.

 

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